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Das Reich der Drachen

von Orlin, dem Forscher

Meine Reisen durch Arthoria hatten mich durch viele zivilisierte Orte, aber auch unbekannte Gegenden geführt. Jeder dieser Plätze hatte seinen eigenen Charme, jedoch erfüllte mich kein anderes Gebiet so sehr mit Ehrfurcht und trotzdem zugleich auch mit einer Faszination wie das Reich der Drachen in den Galja-Archipelen.

Ich entdeckte diesen Ort vor einigen Jahren eher durch Zufall, als ich wieder auf einer Forschungsreise war. Mein Auftrag war es, die mysteriösen Wesen, welche die Gegend um die Galja-Archipel bewohnten, zu studieren und ihre Verhaltensweisen zu dokumentieren.
Nach einem kurzen Stopp in Maranon und der erfolgreichen Überfahrt mit einem Schiff auf das Galja-Archipel begannen meine tagelangen Wanderungen durch die tiefen Schluchten, engen Pfade und gefährlichen Höhlen der Gegend. Irgendwann stieß ich auf ein großes unbekanntes Tal mitten in den Bergen.
Es erstrahlte im Glanz der Sonne in seiner vollen Pracht und schien ein geeigneter Flecken Erde zu sein, auf welchem man seinen Seelenfrieden finden könnte. Fasziniert durch diesen wunderbaren Anblick wurde ich unvorsichtig. Die Neugierde hatte mich ergriffen und ich stieg hinab in das Tal um diesen unbekannten Teil unseres schönen Landes zu erforschen und zu kartografieren. Nach einer längeren Wanderung an einem kleinen Fluss entlang, gelang ich zu einem See, dessen Größe und Klarheit mich sofort in seinen Bann zog.
Womöglich war ich der erste Mensch Arthorias, der diesen wunderbaren Ort zu Gesicht bekam und ich kostete die unberührte Natur in vollen Zügen. Als ich mich gegen einen weißen Felsen lehnte, von denen relativ viele in der Umgebung verstreut lagen, blickte ich auf die ruhigen Wogen, welche vom Wasser des Sees ausgingen.

Dies war der Moment an dem ich zum ersten Mal ein lautes Grollen vernahm, welches ich nicht richtig zuordnen konnte. Aus meiner Studienzeit wusste ich, dass einige Wesen im großen Ozean des Reiches derartige Tonlagen von sich geben konnten und es klang schon fast ein wenig wie der Gesang der Wale, jedoch befanden wir uns hier mitten im Gebirge!
Einen Augenblick später erzitterte der Felsen an welchen ich mich gelehnt hatte. Die Erde bebte. Der See begann riesige Wellen ans Ufer zu spülen. Ich sprang auf und starrte auf das Wasser. Hätte ich damals gewusst, was mich in diesem Tal erwarten würde, wäre ich wohl nicht so unvorsichtig gewesen. Doch so erlebte ich meine erste Begegnung mit einem lebenden Drachen!
Aus der Mitte des Sees schoss ein schlangenähnliches, mit kleinen Stummelflügelchen am Kopf ausgestattetes Exemplar eines Wasserdrachens auf mich zu. Sofort sprang ich zur Seite und, wie ich nur Sekunden später erfahren sollte, hatte ich ein riesiges Glück, denn der weiße Felsen an den ich mich gelehnt hatte streckte sich zur vollen Pracht und breitete seine großen majestätischen Schwingen aus. Ich hatte einen riesigen weißen Drachen vor mir und er war bereit zum Kampf!
Jedoch hatte ich die Aufmerksamkeit der beiden Echsen nicht wirklich auf mich gezogen. Ich war wahrscheinlich ein zu kleiner Happen und nicht der Mühe wert, darum gingen die beiden Drachen lieber aufeinander los. Trotz meiner wenigen Kenntnisse über Drachen wusste ich, dass man sich nicht in ihrer Nähe befinden sollte, vor allem dann nicht, wenn sie ihren Odem zum Einsatz bringen. Ich trank also einen meiner Unsichtbarkeitstränke und entfernte mich möglichst schnell vom Kampfgeschehen.

Mit diesem Kampf begann jedoch meine Faszination für diese Spezies. Anstatt schnellstmöglich das Tal zu verlassen und nie wieder zurückzukehren, verblieb ich noch einige Wochen und Monate um die verschiedenen Arten der im Tal lebenden Reptilien zu katalogisieren. Nach meinen Feststellungen waren die weißen Drachen eine der mächtigsten ihrer Art. Selbst Jungtiere konnten es schon mit ausgewachsenen Wasserdrachen oder den deutlich größeren grünen Drachen aufnehmen.
Wesentlich unbeeindruckter von den Revierkämpfen im Tal schienen mir die roten Feuerdrachen und die silbern schimmernden Eisdrachen. Diese Unterarten lebten das Leben eines Einzelgängers, wobei ich weder dem Feuerodem des roten Drachen noch dem Eisodem des Eisdrachen allein entgegentreten wollen würde. Die wirkliche Gefahr für die weißen Drachen stellten nur die schwarzen Drachen dar. Diese Schattendrachen hatten es mit viel Geschick und ihrer Fähigkeit durch ihre dunkle schuppige Haut nachts fast unsichtbar zu sein, immer wieder geschafft einige Jungtiere oder einzelne Exemplare eines weißen Drachen zu überwältigen und als Beute zu verzehren.
Die Platten auf ihrer schuppigen Haut waren aus einem extrem robusten Material, welches gegen Elemente wie Eis oder Feuer besonders widerstandsfähig schien. Normale Hiebe mit einem Stab oder gar einer Klinge schienen ihnen gar nichts auszumachen. Nach all den Monaten, die ich mit diesen anmutigen und Furcht erregenden Kreaturen hier in diesem Tal verbracht hatte, konnte ich sogar eine Sozialstruktur erkennen, welche der von uns Menschen ähnelt. Die meisten Arten lebten in Clans, die unter dem Schutze eines mächtigen Anführers standen. Jedes Drachenweibchen legte genau ein Ei, aus welchem dann die Nachkommenschaft schlüpfte und zum ersten Mal festen Boden betrat. Jungtiere wurden von beiden Elternteilen großgezogen und ab einem gewissen Alter verstoßen um selbst auf die Beine zu kommen. Auch um Tote wurde getrauert und nicht selten erlebte ich eine Art „Feuerbestattung“, indem der Kadaver eines toten Familien- oder Gruppenmitglieds den Flammen des Clanführers zum Opfer fiel. Nur die roten Drachen und die Eisdrachen zwängten sich nicht in diese Strukturen und suchten den Kontakt zu anderen Artgenossen nur, wenn die Paarungszeit begann. Als ich schon den dritten Monat unter diesen Wesen weilte bemerkte ich zwei Drachen, welche über lautes Grollen und Grunzen miteinander zu kommunizieren schienen.
Ich hatte schon einige Zeit vorher bemerkt, dass die meisten jüngeren Exemplare jeder Drachenart wohl eher unerfahren waren und es schnell auf einen Kampf anlegten, wenn sie sich bedroht fühlten oder einfach nicht besser auf eine ihnen unbekannte Situation zu reagieren wussten. Ältere Clanmitglieder waren skeptischer und beobachteten die Situation, ehe sie eine Entscheidung fällten. Merkwürdigerweise begegnete ich relativ wenigen älteren Drachenexemplaren. Zudem schien es deutliche Unterschiede ihrer Gesinnungen zu geben. Während die Wasser-, Eis- und die schwarzen Drachen es meist auf direkte Kämpfe auslegten, waren die grünen und die weißen Drachen friedliche Exemplare, welche den meisten Konflikten aus dem Weg gingen und nur aus reiner Selbstverteidigung kämpften.

Als ich mich eines Tages in eine Höhle im Tal wagte - ich hatte wieder einmal einen Unsichtbarkeitstrank zu mir genommen, damit ich nicht entdeckt werde - hatte ich meine erste Begegnung mit einem der roten Feuerdrachen. Ich hatte die Bestie schon eine Weile beobachtet, wenn sie jeden Morgen ihre Runden drehte und das komplette Tal umkreiste. Irgendwann fand ich heraus, dass dieser rote Drache in einer der Höhlen hauste. Die meiste Zeit war er allein unterwegs und wenn er doch mal einem anderen Drachen begegnete, endete diese Begegnung meist mit einem Denkzettel für den anderen Drachen.
Fasziniert von der riesigen Spannweite der Schwingen und dem Anmut, wie sich diese gewaltige Kreatur jedes mal in die Lüfte heben konnte, stand ich nun also vor dem schlafenden Drachen um meine Studien ein wenig weiter voran zu bringen. „Willkommen Fremder! Ich habe dich bereits erwartet!“, erschien mir plötzliche eine Stimme in meinem Kopf. Der rote Drache erhob sich und funkelte mich mit seinen tiefschwarzen Augen an. „Habe keine Furcht. Normalerweise seid ihr Menschen für uns Drachen uninteressant oder einfach nur ein kleiner Happen für zwischendurch. Die meisten meiner Gattung nehmen sich nicht die Zeit sich überhaupt mit euch zu beschäftigen, weil sie sich euch überlegen fühlen oder einfach nur mit ihren eigenen kleinen Fehden zu kämpfen haben.“ Der Drache kam mir mit seinem Antlitz näher. „Wie kommt es, dass ihr sprechen könnt. Und woher beherrscht ihr unsere Sprache?“, stotterte ich ein wenig verängstigt.
„Nun, wir sind die ältesten Wesen die auf dieser Welt existieren. Außerdem sind wir Wesen der Magie. Wir können eure Sprache nicht wirklich sprechen, aber wir beherrschen die Telepathie, um uns mit niederen Wesen unterhalten zu können. Ich weiß auch, dass du uns schon seit geraumer Zeit beobachtest. Ich habe meine Runden über das Tal gedreht um zu sehen, dass dich die weitaus böseren Exemplare meiner Art nicht schon längst aufgefressen haben. Und ja, ich sehe dich trotz deines magischen Tranks. Du bist den weißen meiner Art schon etwas länger aufgefallen, aber sie wollten sehen, ob du dich als Freund oder Feind herausstellst. Du tatest gut daran, nur als Beobachter zu fungieren und nicht direkt einzugreifen. Dadurch ließen sie dich ihre Kultur lernen.
Ich bin sicher, dass du mit der Zeit auch der Clanführerin der weißen Drachen begegnen wirst. Nur die ältesten und weisesten Drachen lassen überhaupt mit sich reden. Versuch lieber nicht erst mit einem jungen Drachenkind zu reden. Es würde dir gar nicht erst zuhören und dich mit einem Satz verschlingen.“ Als der Drache los lachen wollte, stieg ihm leicht Rauch aus den Nasenlöchern. Ich war wie gelähmt und doch erstaunt über so viele neue Informationen. „Wie heißt ihr und wie kommt es, dass ihr alleine seid?“, fragte ich den roten Drachen.
„Unsere Namen könnt ihr Menschen nicht aussprechen. Dafür sind eure Zungen zu ungeschickt. Jedoch könnte ich versuchen es mit euren Worten zu sagen: Mein Name ist Nxgorfgzat und ich habe mich für dieses Leben entschieden. Unsere Gattung hat nicht gerne andere Drachen um sich herum. Dafür zählen wir Roten auch zu den weisesten und bekanntesten Drachen dieser Welt. Solltest du jemals Ärger hier im Tal bekommen, dann suche mich ruhig auf oder sag ihnen, dass du ein Freund des Roten bist und sie werden dich friedlich ziehen lassen. Aber nun bin ich müde, also bitte ich dich, mich jetzt zu verlassen. Wir werden uns sicher wiedertreffen, solltest du dich entscheiden noch länger hier zu bleiben. Bis dahin lebe wohl und halte dich von den schwarzen Drachen fern!“ Nach diesen Ratschlägen legte sich der rote Feuerdrachen wieder hin.
Ich verließ die Höhle, erdrückt von den ganzen Eindrücken die ich gesammelt hatte und froh dass ich keine meiner teuren Unsichtbarkeitstränke mehr verschwenden musste. Ich hatte während der letzten Monate noch weitere anregende Gespräche mit dem roten Drachen, aber auch mit der Clanführerin der Weißen.

Als ich mich letzten Endes dazu entschied das Tal, welches ich das Reich der Drachen getauft hatte, zu verlassen, blickte ich mit einem weinenden Auge zurück. Ich hatte mich an diese Schönheit des Tals und an die beeindruckenden Kreaturen, welche es bevölkert und zu ihrem Reich erklärt hatten gewöhnt.
Der Anblick des roten Drachen, wie er bei Sonnenaufgang seine Flügel in voller Pracht ausbreitet und mit einem lauten Brüllen einen Strahl aus Feuer in den Himmel schickt um den neuen Tag zu begrüßen wird mir auf ewig im Herzen erhalten bleiben und sollte ich irgendwann einmal meiner Abenteuerlust überdrüssig sein, so werde ich meine letzten Tage ganz sicher hier unter dem Glanz der ältesten Wesen dieses Reiches verbringen. Doch bis dahin soll die Welt von meinen Erfahrungen mit diesen Wesen erfahren und gewarnt sein, denn trotz all ihrer Schönheit sind die Drachen immer noch eine der Furcht erregendsten Spezies auf unserer Welt und man sollte ihnen nur mit Respekt und Ehrfurcht entgegentreten.



geschrieben von: MajinPiccolo
Kampfgebiet: Die versunkene StadtKampfgebiet: Die versunkene Stadt

Überlieferungen zu Folge befindet sich auf dem Grund des Meeres eine ehemalige Küstenstadt namens Menoan. Die Geschichten sprechen davon, dass die Landzunge, auf dem diese florierende Handelsstadt lag, von einem gewaltigen Erdbeben unter Wasser gerissen wurde.

Zauber: MetallschrapnellMetallschrapnell

Der Anwender verschießt eine Vielzahl kleiner, scharfkantiger Metallfragmente, die alle Gegner gleichzeitig treffen. Die Metallfragmente verursachen nur 2-4 Schaden, schlagen jedoch 1-3 Wunden bei allen Gegnern, die bisher höchstens eine Wunde erlitten haben. Desweiteren besteht eine Chance von 5%, dass eines der Metallfragmente an einem getroffenen Gegner haften bleibt und so den Effekt von Metalldornen oder verstärken Metalldornen auslöst.

Gegenstand: Froststab

Zumindest auf den ersten Blick macht es den Eindruck als bestünde dieser Stab aus gefrorenem Wasser. Bei längerer Betrachtung jedoch wird dieser Eindruck schnell widerlegt, da der Stab trotz höherer Umgebungstemperaturen nicht schmilzt und eine konstante Kälte von ihm ausgeht.
Schaden: 9-19
Boni: +2 Intelligenz, +1 Konzentration, +1 Reaktion
erforderliche Stufe: 21