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Dalarans Kräuterlexikon, Band 1

von Dalaran

Das vorliegende Buch soll ein Ratgeber für alle jungen und alten Magier sein, die sich für mehr als nur für die zahlreichen magischen Anwendungen der heimischen Kräuter interessieren. Hier wird bestimmt jeder, der dieses Buch sorgfältig liest, etwas über die vielen Pflanzen, die ihm täglich begegnen, lernen und wird dieses Wissen auch bei seiner Kräutersuche oder in seinem Garten anwenden können. Dieses Band behandelt die drei wichtigsten Kräuter:
  1. Guljakbeeren
  2. Soragepilze
  3. Jorugawurzeln


Guljakbeeren

Bei meinen vielen Reisen durch den uns bekannten Teil der Welt musste ich auch oft in der Wildnis übernachten. Wenn ich kein Glück bei der Jagd hatte, so musste ich trotzdem nie mit leerem Magen versuchen Kräfte zu schöpfen, da ich sicher sein konnte, dass es, soweit ich mich nicht gerade in einem Ödland befand, einen Guljakstrauch in der Nähe gab. Diese robusten Pflanzen bilden die Grundlage von vielen Ökosystemen, indem sie mit ihren Beeren viele Tiere nähren und den Boden in ihrer Umgebung durch ihren Beerenüberschuss düngen und somit anderen Pflanzen das Wachsen ermöglichen.

Guljaksträucher wachsen meist an sonnigen Stellen, die nahe am Wasser liegen, da sie so am besten gedeihen können, geben sich aber meist auch mit viel weniger zufrieden. Nur sobald es längere Zeit kein Wasser für sie gibt, oder sie zu starker Sonne ausgesetzt sind, fangen Guljaksträucher an auszutrocknen.

Neben ihrer außergewöhnlichen Robustheit, weisen diese Pflanzen noch eine weitere besondere Eigenschaft auf: Sie tragen zu fast jeder Jahreszeit verzehrbare Beeren, während sie gleichzeitig in der Blüte stehen. Dies macht sie zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel, dass schon seit Generationen von den Menschen genutzt wird.

Die Beeren selber sind recht klein, rund, rot und sehr saftig. Abhängig von ihrem Reifegrad schmecken sie etwas bitter bis stark süßlich, aber auch erdig, sobald sie anfangen schlecht zu werden. Sie entstehen aus einer kleinen weißen Blüte, die sich, sobald sie genügend Licht ausgesetzt war, langsam rosa und schließlich rot färbt und dabei eine Beere ausbildet, die verzehrbar ist. Dieser Vorgang ist normalerweise innerhalb von wenigen Tagen abgeschlossen und sobald eine der Beeren gepflückt wird, oder von alleine abfällt, fängt der Kreislauf von Neuem an, kann sich aber auch über mehrere Wochen ziehen, wenn die Pflanze nicht genug mit Licht und Wasser versorgt ist.

Egal ob getrocknet, als Saft oder einfach nur in Rohform zu sich genommen, haben die Beeren regenerative Wirkungen. Bis heute wurde noch nicht genau geklärt, woher diese Eigenschaft stammt, doch hier wird auch ein Zusammenhang zu den Wiederstandskräften der Sträucher gesehen.

Eben durch die permanente Verfügbarkeit, ihren heilenden Kräften und ihrer Saftigkeit sind Guljakbeeren die perfekte Grundzutat für alle Arten von Tränken und Elixieren. Besonders in Heilungsrezepturen kommen Guljakbeeren vermehrt und meist auch in Kombination mit Kurelblüten vor.

Eine besondere Spezialität der Stadt Elteran ist der Guljakwein, für den die Winzer der Stadt auch in fremden Ländern bekannt sind. Zuerst wird aus frisch gepflückten Beeren ein Saft höchster Qualität gepresst, der dann in großen Holzfässern vergoren und schließlich mit einer Jorugawurzel verfeinert wird. Das Endprodukt ist einer der berühmten Guljakweine Elterans, die zwar durch ihren Alkoholgehalt leicht beschwipsen, dafür aber sehr gesund sind.
Eine weitere Spezialität aus den allseits beliebten Beeren sind Guljakbonbons, die in einem komplizierten Verfahren aus konzentriertem Guljaksaft hergestellt werden und dann gerne, bevorzugt in den kalten Monaten oder zu Festtagen, verzehrt werden, da sie bei vielen Menschen auf natürlicher Weise den Laune leicht anheben, ohne Nebenwirkungen zu haben.

Nicht umsonst heißt es: „Wer die Guljak nicht ehrt, ist des Trankes nicht Wert.“ Deshalb sollte jeder Magier, der sich zumindest entfernt mit der Alchemie auseinander setzt, die Guljakbeere als eines der größten Geschenke der Götter ansehen und nie einen Guljakstrauch schlecht behandeln, wenn er nicht den Zorn des Waldes wecken möchte.

Soragepilze

Neben den Guljakbeeren bilden zwei weitere, nicht gerade seltene, Pflanzen die Basis der modernen Alchemie: Jorugawurzeln und Soragepilze. Diese beiden Gewächse findet man in fast jedem Wald, doch im Gegensatz zu den Guljakbeeren, kann man sie in roher Form nicht zu sich nehmen, ohne anschließend unter schlimmen Nebenwirkungen leiden zu müssen. Dies musste auch einer meiner einstigen Reisegefährten in schlimmsten Maße feststellen. Er war noch ein ziemlicher Jungspund, als ihm das passierte und ich hoffe, er hat aus seinem Fehler gelernt.

Damals war er noch neu in meiner Reisegruppe und er war das erste mal im Wald nach Nahrung suchen, da uns durch eine Verzögerung der Proviant ausgegangen war. Er hatte zwar einen erfahrenen Kräuterkundigen an seiner Seite, doch wie die Jugend manchmal so ist, hatte er dessen Ratschlägen nicht sonderlich gut gelauscht und verschlang in einem Anfall von Hunger eine große Menge von frischen Soragepilzen, da ihm, wie er später sagte, der süße Duft der Pilze so lecker vorkam. Anschließend bekam er so starke Magenschmerzen, dass sein Wehklagen unsere Gruppe fast die ganze Nacht hindurch wach hielt. Da seine Schmerzen auch am nächsten Tage nicht nachließen und sogar noch schlimmer zu sein schienen, mussten wir den armen Kerl zu einem Heiler in einem Tempel der Teraja bringen. Die strenggläubigen Priester dort glaubten am Anfang sogar, dass wir wegen einer Teufelsaustreibung gekommen wären, statt um einfach Schmerzen lindern zu lassen, doch schließlich konnte der Junge geheilt und unsere Reise, wenn auch mit sehr großen Verspätungen, zu Ende gebracht werden. Was so vermeintlich harmlose Pflanzen doch alles anrichten können...

Auch wenn es mir dieser Mitreisende wohl nicht glauben würde, so muss ich sagen, dass aus Soragepilzen doch eine sehr schmackhafte und gesunde Mahlzeit gekocht werden kann: Soragepilzsuppe. Leider ist diese köstliche Mahlzeit in unserem Lande kaum bekannt und auch nicht kochbar, da für sie hier sehr teure und seltene Gewürze benötigt werden, die die Nachwirkungen des Pilzes beseitigen.

Die Pilze selber wachsen am liebsten an feuchten und dunklen Orten und haben einen braunen, rauen Hut und einen glatten Stiel. Sie mögen weder zu große Hitze, noch zu große Kälte, werden aber oft auch im tiefsten Winter gefunden, da sie auf fast jedem Boden Wachsen können, soweit die Temperaturen für sie ansprechend sind, was an manchen Stellen ein Dauerzustand ist. Es wurden schon Pilze gesichtet, die 25 cm groß waren, doch das sind Seltenheiten. Normalerweise wird ein Pilz zwischen 4 und 8 cm groß, bevor er anfängt abzusterben. Man kann die Pilze aber bereits pflücken und weiterverarbeiten, sobald man sie sehen kann, was sich aber als eher weniger lohnenswert herausstellen sollte.

Soragepilze haben in der Alchemie viele verschiedene Anwendungen, da sie sich, je nachdem, was mit ihnen gemacht wird, verschieden verhalten und auch unterschiedlich mit den selben Stoffen reagieren. Getrocknet haben Soragepilze eine leicht ermüdende Wirkung, die sich z.B. in Schlaftränken zeigt, während sie in den meisten Elixieren diese Wirkung verliert und eher die Effekte anderer Kräuter verstärkt.

Professionelle Alchemisten können aus Soragepilzen ein Sorageextrakt herstellen, dass die vergleichsweise hohe Reaktionsfähigkeit der Pilze sogar noch konzentriert und schließlich zu einem Unverwundbarkeitstrank verarbeitet werden können. Ein weiteres interessantes Produkt aus Soragepilzen ist der Leim, den Schriftsteller durch vermischen und anschließendes erhitzen von Soragepilzen und Guljakbeeren herstellen können. Er ist, sobald er einmal getrocknet ist, kaum mehr zu entfernen, da dies aber sehr lange dauert, verwenden diesen Leim eher nur die Schriftsteller selbst, um getrocknete Jorugawurzeln zu Papier zu verarbeiten.

Jorugawurzeln

Genauso wie die Soragepilze ist die Jorugawurzel nicht zum Verzehr im rohen Zustand geeignet. Während Soragepilze aber eher wegen ihrer Nebenwirkungen gemieden werden, werden Jorugawurzeln wegen ihrem bitteren Geschmack verschmäht. Da man diesen Geschmack auf herkömmlichen Wege bisher auch nicht beseitigen kann, hat die Jorugawurzel bisher noch keinen Platz in der heimischen Küche erobert.

In der Alchemie ist sie dafür aber unersetzbar geworden. Fast alle Tränke ohne Heilwirkung basieren, zumindest zum Teil, wenn nicht sogar vollkommen, auf Jorugasud, der das Brauen von einigen Tränken überhaupt erst möglich macht, da er dafür sorgt, dass sich die Wirkstoffe anderer Kräuter gleichmäßig verteilen und sich auch nicht in einem Bodensatz niederschlagen.

Um Tränke geniessbar zu machen, die auf Basis von Jorugawurzeln hergestellt wurden, verwendet man z.B. Guljakbeeren oder Kurelblüten. Dies funktioniert in normalen Speisen aber nicht, da in der Alchemie mit sehr hohen Temperaturen gearbeitet wird, bei denen jede Mahlzeit verbrennen würde.

Jorugawurzeln sind aus sehr dichten Fasern gemacht, die getrocknet stark an Holz erinnern, jedoch nicht so gut brennen wie dieses. Die Durchschnittslänge einer Jorugawurzel beträgt ca. 10 cm. Sie ist dafür aber recht dünn und verzweigt sich oft. Sie ist von einer dünnen, braunen, aber dafür sehr stabilen Schutzhaut umgeben, die sehr gut gereinigt oder entfernt werden muss, bevor die Wurzel verwendet werden kann.

Auf leicht torfigen Boden gedeihen Jorugawurzeln besonders gut, geben sich aber auch mit fast allen anderen Bodenarten zufrieden. Nur in Sand und stark steinigen Böden können sie nicht wachsen. Natürliche Kälte und Wärme verkraften die Wurzeln sehr gut, auch wenn diese noch weiter gesteigert werden. Nur sobald der Boden um sie herum austrocknet, oder zufriert kann die Wurzel nicht mehr weiter wachsen, kann aber dennoch verwendet werden, soweit sie unversehrt aus dem Boden geborgen werden kann.

Natürlich wachsen die Wurzeln nicht einfach so alleine in der Erde. Soweit diese nicht entfernt wurde, wächst aus der Jorugawurzel ein ca. 10 cm langer, grüner Stil, an dessen Ende sich eine kräftig blau leuchtende Blüte befindet. Dieser Aufbau erleichtert das Finden der Wurzeln erheblich. Früher wurde diese Blüte wegen ihrer Farbe und ihrem wunderschönen Duft von jungen Männern gepflückt und an ihre Geliebten gegeben, wenn diese um die Hand ihrer Liebsten anhielten. Diese schöne Tradition ging jedoch im Laufe der Zeit immer mehr verloren und ist heute nur noch in ländlichen Dörfern verbreitet.

Wenn die Blüte gepflückt wird, stirbt die Jorugawurzel nicht wie die Wurzel einiger anderer Gewächse ab, sondern stoppt ihr Wachstum einfach bis die Blüte nachgewachsen ist. Die Blüte selber ist sogar noch bitterer als die Wurzel, da in ihr die bittere Flüssigkeit gebildet wird und deswegen bisher weder Anwendung in der Alchemie noch in anderen Berufszweigen gefunden hat.

Neben der Verwendung der Wurzeln als Basis der Papierproduktion gibt es keine weiteren nicht alchemistischen Anwendungen der Jorugawurzel.



geschrieben von: Kiriru
Kampfgebiet: KristallseeKampfgebiet: Kristallsee

Dieser See liegt am Rande der Hochebene von Ral. Das Wasser dieses Sees ist kristallklar, allerdings ist das nicht der Grund für den Namen des Sees: In dem See schwimmen unzählige, winzige Kristalle.

Zauber: Magischer PfeilMagischer Pfeil

Schiesst einen magischen Pfeil auf den Gegner.

Gegenstand: Spruchrolle: MiasmaSpruchrolle: Miasma

Diese Spruchrolle ermöglicht das einmalige Wirken des Zaubers Miasma. Das Miasma fügt dem Gegner jeweils genau 10 Schaden der folgenden Schadenstypen zu: Licht, Dunkelheit und Gift.