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Die Auferstehung des Kristalldrachens

von Nicodemus, dem Chronisten

Der Chronist Nicodemus berichtet als Augenzeuge in diesem Werk über die Geschehnisse in Zusammenhang mit einem geheimnisvollen Artefakt.

Dicht gedrängt standen, so wie es schien, fast alle Bürger von Elteran auf dem großen Versammlungsplatz vor dem Rathaus der Stadt. Sie alle waren dem Aufruf zweier bekannter Persönlichkeiten der Stadt gefolgt: dem Bibliothekar Telan und dem Forscher Orlin. Schon mehrere Tage zuvor hatten die beiden alle Bewohner der Stadt aufgefordert sich zu diesem Zeitpunkt zu versammeln, da Orlin, wie sie verlauten ließen "ein mächtiges Artefakt des Gleichgewichts" in bisher unerforschten Höhlen aufgetrieben hatte. Stolz zeigten sie dieses Artefakt nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Es war eine kleine, tiefblau gefärbte Statue eines Drachen mit ausgebreiteten Flügeln und aufgerissenem Maul. An seinem Sockel war eine Inschrift angebracht, die Telan zuvor übersetzt hatte. Dabei war er zu folgender Deutung der alten Sprache gelangt:

„Der Tag wird kommen an dem diese Statue mit 30 Manakristallen aktiviert wird, es wird ein wunderbarer Tag sein und in seiner Herrlichkeit wird...“

Diese Übersetzung ließen sie nun von der kleinen Bühne, die sie errichten lassen hatten, verkünden. In der Erwartung von großen Wundern riefen die beiden zu Spenden auf, um die benötigten Kristalle aufbringen zu können. Dass Telan eher mit einem langwierigen Spendenaufruf gerechnet hatte, konnte man an seinem erstaunten Gesicht sehen, als sich die 30 Kristalle binnen weniger Sekunden auf der Bühne befanden. Überglücklich füllte er die Kristalle in die Maulöffnung der Statue.

Nachdem der letzte Kristall im Miniaturdrachen verschwunden war, kehrte Stille auf dem großen Versammlungsplatz ein. Nach einem kurzen Moment, in dem man das Rieseln von Adamitsalz hätte hören können, fing die Statue leise an zu zischen. Dieses Zischen wurde langsam immer lauter, während die Statue sich immer mehr rötlich verfärbte und dabei immer größer wurde. Vor Erstaunen und voller Ehrfurcht vor den Geschehnissen auf der Bühne schienen alle Zuschauer den Atem anzuhalten und auch alle Tiere schienen gebannt von dem Spektakel zu sein, so dass das einzige hörbare Geräusch das Zischen der Drachenstatue war, das sich langsam in ein Brüllen zu verwandeln schien.

Plötzlich schossen mehrere Lichtblitze aus dem Maul des Drachen - der inzwischen fast so groß wie Telan war - und die ersten von vielen verschiedenen kristallinen Wesen erschienen auf der Bühne. Sofort stürzten sich diese, an alle möglichen Tierarten erinnernden Gestalten, auf die zurückweichende Menge und eine große Panik brach unter den Zuschauern aus, doch die vielen Magier der Stadt begriffen die Lage sofort und konnten die Bestien zurückhalten, bis die Stadtwachen die wehrlosen Bewohner in Sicherheit bringen konnten. Anschließend drangen die Magier zum Gegenangriff vor und konnten so die Bestien, die währenddessen weiterhin vor der Statue erschienen, erstaunlich schnell beseitigen.

Als ob die Statue über diesen schnellen Sieg erzürnt wäre, ertönte erneut ihr dumpfes Brüllen und sie wuchs noch schneller, während schlagartig immer weitere Kristallbestien erschienen. Auch diese wurden, da sie nicht viel stärker als die ersten Angreifer zu sein schienen, sehr schnell besiegt. Die Anzahl der Bestien wurde im Nachhinein auf ungefähr 1000 in der ersten und ungefähr 500 in der zweiten Angriffswelle geschätzt.

Bei der Größe, die die Statue inzwischen erreicht hatte, hätte man meinen können, dass die Bühne hätte zusammenbrechen müssen, doch das tat sie nicht. Statt dessen erhob sich die Statue, kurz nachdem die letzte Kristallbestie gefallen war, unter lautem Gebrüll mit ihren riesigen Schwingen in die Luft und warf so einen riesigen, bedrohlich wirkenden Schatten über fast die gesamte Stadt. Sie war inzwischen so groß wie die höchsten Häuser der Stadt geworden und sie schien nun komplett aus leicht durchsichtigen, violetten Kristall zu bestehen. Der legendäre Kristalldrache war endlich wieder auferstanden.

Die nach den Angriffen der Kristallbestien bereits aufgebrachte Menge, wurde noch viel unruhiger als der Kristalldrache im Sturzflug auf den Versammlungsplatz zu schoss. Viele Bürger richteten bereits ein letztes Gebet an die Götter, da sie fest damit rechneten, dass der Drache durch seinen Aufprall die komplette Stadt vernichten würde, während die meisten Magier sich zu einem weiteren Kampf rüsteten, oder anfingen Schutzzauber zu sprechen. Die Aufregung und die Angst konnte man förmlich schmecken und alle atmeten erleichtert auf, als der Drache im letzten Moment abdrehte und statt in den Versammlungsplatz mit hoher Geschwindigkeit über den Platz flog, abrupt abbremste und sanft vor dem Rathaus landete.

Sogleich ließ der Drache wieder ein markerschütterndes Brüllen los und fing an, einzelne Magier mit Schwanz- und Krallenhieben zu attackieren. Darauf waren bereits viele Magier vorbereitet und warfen sich geschickt in den Kampf, während andere versuchten den Schaden der Drachenangriffe so gering wie möglich zu halten. Selbst die Götter griffen in den Kampf ein, da sogar sie, wie wir später erfuhren, von dem legendären Drachen bedroht waren. Ähnlich wie während des Schreinkampfes sorgten sie dafür, dass alle beteiligten Magier, sobald deren Kräfte sie verließen, schneller wieder zur Besinnung kamen und so die große Bedrohung besser bekämpfen konnten. Dieser göttliche Beistand war auch bitter nötig, da der Drache mit einzelnen Angriffen großen Schaden anrichten konnte und manchmal sogar die Zauber der Magier durch seinen Kristallkörper reflektiert wurden.

Nachdem der Kampf fast eine Stunde gedauert hatte, war die Hoffnung schon fast verloren, dass die Stadt jemals wieder die Freiheit genießen konnte, doch schließlich war es geschafft! Der Drache ließ ein letztes von Panik erfülltes Gekreische hören, bevor er schlagartig in einer großen Rauchwolke explodierte. Die Freude aller Bewohner der Stadt war groß und ihre Angst wurde schließlich durch einen wunderschönen Anblick belohnt: Die Explosion des Drachens hatte unzählige viele winzige Kristallsplitter in die Luft geschleudert, die nun im Licht der langsam untergehenden Sonne bezaubernd glitzerten. Im Kristallstaub fielen auch einige größere Splitter des Kristalldrachens zu Boden. Diese Splitter waren die Belohnung für die tapferen Magier, die die Stadt letztendlich retten konnten und nun zusammen mit den restlichen Bewohnern ausgelassen feierten, oder die Kristalle sammelten um sie für ihre zukünftigen Abenteuer einsetzen zu können.

Als sich der Tag und somit die Feierlichkeiten dem Ende zu neigten, traten Telan und Orlin ein weiteres Mal auf die Bühne. Erstaunlicherweise war ihnen niemand böse wegen des Vorfalls und darüber waren die beiden sichtlich erleichtert. Sie waren auf die Bühne getreten um zu verkünden, dass beim Übersetzen ein Fehler aufgetreten sei. Sie verbesserten ihre erste, fehlerhafte Übersetzung zu folgendem Text:

„Wenn der Tag kommt, an dem 30 Kristalle der Macht mit dieser Statue vereint werden, erhebt sich des Gottes Rechte, der Feind des Zirkels,und stürzt sich auf jene, die es wagen, seinem Gebieter nicht zu huldigen.“

Und so wurde der Kristalldrache aus den alten Legenden wieder erweckt und schließlich von den geschickten Magiern der Stadt Elteran vernichtet.



geschrieben von: Kiriru
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