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Der Angriff der Raben

von Selaya, der Alchemistin im Auftrag des Stadtrats

Ungewöhnlich lautes Flügelschlagen trieb an jenem Abend viele Menschen aus ihren Häusern. Die Szene wirkte schon gespenstisch, weil die Raben ansonsten keine Töne von sich gaben. Wirklich schlimm wurde es aber, als sie plötzlich jeden Menschen attackierten, der sich auf der Straße sehen ließ. Während die ersten Magier bereits den Kampf aufnahmen, erklärten die Priester des Curulum, dass die Vögel in einem Zustand waren, der an Zombies erinnere. Was wohl erklärte, weshalb sie gleichzeitig so stumm und doch so aggressiv waren. Glücklicherweise ist die Zahl der Magier in der Stadt, seit der Geschichte mit dem Kristalldrachen, stark gestiegen. Obgleich mir das natürlich bekannt war, erfüllte es mich doch mit Staunen, zu sehen, wie viele Kämpfer auf einmal aus allen Ecken der Stadt aus ihren Häusern zum Kampf strömten.

Ein gewöhnlicher Rabe ist sicherlich kein ernstzunehmender Gegner für einen erprobten Kampfmagier, doch so groß die Zahl der Magier auch war, die Zahl der Vögel war noch deutlich höher. Eine Schätzung kam hinterher auf etwa 3000 Stück. Dazu kam, dass sie auf Grund ihres untoten Zustandes bis zu ihrer eigenen völligen Zerstörung kämpften und wohl auch die Fähigkeit besaßen, die Stärken ihrer jeweiligen Gegner teilweise zu kopieren, so dass selbst die Stärksten ihre Mühe mit den Tieren hatten. So dauerte das Gemetzel eine ganze Stunde, ehe schließlich auch der letzte Rabe sein untotes Dasein beendete und ein erleichtertes Aufatmen durch die Stadt ging.

Damit waren die Probleme jedoch noch lange nicht beseitigt, denn bald stellte sich heraus, dass die Raben eine Seuche in die Stadt geschleppt hatten, die sich mit erschreckender Geschwindigkeit in der Stadt ausbreitete. So musste also in höchster Eile ein Gegenmittel gefunden werden. Eine kurze Beratung der führenden Heiler und Alchemisten der Stadt brachte das Ergebnis, dass ein Gegenmittel wohl aus den Überresten der Vögel unter Zusatz von Guljakbeeren zuzubereiten wäre. Die genaue Zusammensetzung zu erforschen würde aber wohl mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die Situation zuließ, daher mussten wir auf die älteste und primitivste Methode zurückgreifen, die es gibt: Willkürlich Rezepte mischen und probieren.

Selten lohnt es sich heute noch, diesen fehleranfälligen und vor allem Ressourcen verschwendenden Ansatz zu wählen, aber an toten Raben herrschte ohnehin kein Mangel und da praktisch jeder Magier eine gewisse Grundkenntnis der Alchemie hat, fehlte es auch nicht an helfenden Händen. Brauchten wir also nur noch Guljak, doch auf einen offiziellen Spendenaufruf des Stadtrates hin begannen sich binnen kurzem ganze Berge davon auf dem Marktplatz zu stapeln. Die Tatsache, dass die ganze Stadt bis auf Weiteres unter Quarantäne gestellt wurde und die Angst, selbst von der Seuche angesteckt zu werden, haben sicher auch zu dieser Spendenbereitschaft beigetragen.

Nun wurde es aber richtig chaotisch. In der Eile hatten wir nicht bedacht, dass bei so vielen Helfern eine gewisse Organisation vonnöten gewesen wäre. So waren denn also innerhalb kürzester Zeit Hunderte von Magiern damit beschäftigt, Raben auszuschlachten und ohne jeden Plan irgendwelche Rezepte zu probieren. Zwar versuchten die Gilden zum Teil noch etwas Ordnung zu schaffen, letztendlich wurden aber sicher Dutzende von Rezepten doppelt und dreifach versucht. Ein dunkler Priester ging sogar so weit, beim Anblick dieses Chaos den Sieg seines Herrn vorherzusehen. Letztendlich erwies sich aber wieder einmal, wie segensreich das Werk Heraios ist, denn der Vorhersage zum Trotz arbeiteten dunkle wie helle Magier nach Kräften daran, ihre Stadt zu retten.

Parallel dazu versuchte der Rat der Heiler und Alchemisten in aller Eile wenigstens ein paar Hinweise auf die richtige Formel zu finden, was uns zum Glück auch gelang. So dauerte es letztendlich nur eine weitere Stunde, bis die junge Lichtmagierin Nischa die richtige Formel fand und erfolgreich an einem Erkrankten zur Anwendung brachte. Nun war wirklich das Schlimmste überstanden. Zwar musste nun noch eine große Menge des Mittels hergestellt werden um die ganzen Erkrankten zu heilen, aber das war bei der Anzahl der Helfer nicht weiter schwierig. So konnte schon bald ein großer Scheiterhaufen angezündet werden, auf dem die restlichen Raben und die sonstigen restlichen Teile von ihnen verbrannt wurden und wer nach all der Hektik noch Kraft hatte, feierte die Rettung der Stadt!

Drei Wochen sind nunmehr vergangen und die Untersuchung des Vorfalls kann vorerst als abgeschlossen betrachtet werden. Eigentlich hatten wir befürchtet, dass die Raben auf dem Weg nach Elteran eine Spur der Verwüstung hinterlassen hätten und nahmen auch eine größere Menge des Heilmittels auf unsere Expedition mit, um betroffenen Dörfern helfen zu können. Erstaunlicherweise fanden wir jedoch nichts dergleichen. Natürlich hatten viele Menschen den seltsamen Schwarm gesehen, was uns erlaubte die Spur in die Berge bei Tenar zurück zu verfolgen, jedoch schien er unterwegs niemanden angegriffen zu haben.

Zunächst waren wir erleichtert, doch bald kam die Frage auf, was die Raben denn dazu gebracht haben mochte, gezielt nach Elteran zu fliegen. Eine "natürliche" Ursache, sofern man bei Untoten überhaupt je davon reden kann, kam damit als Erklärung nicht mehr in Frage, es schien geradezu, als wären die Wesen gezielt in diesen Zustand gebracht und nach Elteran befohlen worden. So durchkämmten wir gut eine Woche die Berge, doch ausser einer deutlich reduzierten Anzahl Raben konnten wir nichts Ungewöhnliches finden. So muss diese Frage vorerst ungeklärt bleiben. Einen Verdacht, der in der Expeditionsgruppe geäußert wurde, möchte ich nicht verschweigen, obgleich ich ihm selbst nicht für sehr wahrscheinlich halte: Einige meinten, eine derartige Kreation wäre genau der Stil von Milenius und der hätte ja auch einen Grund, sich an Elteran zu rächen. Wer Liberius' Bericht richtig gelesen hat, weiss freilich, dass sich Milenius nur auf ausdrücklichen Wunsch des Bündnisses der Dunkelheit überhaupt je mit Untoten befasst hat. Es ist freilich nicht von der Hand zu weisen, dass es wohl eines magischen Genies wie Milenius bedurfte, so etwas zu schaffen. So bleibt es nur zu hoffen, das Elteran jederzeit stark und wachsam bleibt, denn mit einem solchen Gegner ist nicht zu spaßen!



geschrieben von: Grummel
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