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Berichte über Milenius

von Liberius, dem Assistenten von Milenius

In diesen leider unvollständigen Notizen berichtet Liberius, der persönliche Assistent und Freund des Alchemisten Milenius, über dessen Errungenschaften sowie über andere Vorgänge in den Laboratorien des Milenius.

Endlich hat der Rat des Lichts Milenius Betteln und Flehen erhört! Seine langwierigen Bemühungen alle Ratsmitglieder zu überzeugen, dass es kein Fehler sei, einen so jungen Alchemisten finanziell zu unterstützen, tragen endlich Früchte! Heute besuchte uns zur späten Stunde ein Gesandter in den offiziellen Gewändern des Lichtrates und teilte uns die freudige Nachricht mit. Bereits morgen sollen wir unser neues Forschungsinstitut gezeigt bekommen. Es liegt laut dem Gesandten ein wenig abseits des normalen Reisepfades in den Bergen von Tuley, damit die Bevölkerung nicht von den gefährlicheren Experimenten betroffen ist.

Unsere neuen Arbeitsräume sind phantastisch! Sie befinden sich in einem recht gut versteckten Tal, so dass sich selten ein Uneingeweihter dorthin verirrt. Weiterhin scheint es in dieser Gegend nur wenige und auch recht schwache Monster zu geben, was zusätzlich dafür sorgt, dass unsere Forschungen ungestört voranschreiten können. Außerdem gibt es hier noch viel Platz, so dass weitere Ausbauten gut denkbar sind. Ausgestattet sind die Forschungsräume mit den modernsten Apparaturen und für so eine kleine Anlage gibt es hier große Vorräte an Kräutern und anderen alchemistischen Rohstoffen.

Wir verzeichnen erste Erfolge in unseren Forschungen. Heute konnten wir ein Gebräu erstellen, das durch die Kraft einer seltenen Eisblume pure Kälte freisetzt, die dadurch großen Schaden bei allem anrichtet, das sich in seiner Nähe befindet. Bei den ersten Versuchen diesen Trank zu brauen wurde aber leider ein kompletter Forschungsraum eingefroren, daher ist dieser vorerst nicht mehr zugänglich – glücklicherweise wurde niemand verletzt. Durch die letzte Anstellung noch mehr neuer Alchemisten ist der Platz hier sowieso bereits zu klein geworden, so dass wir bereits sehnsüchtig auf den Ausbau der Anlagen warten.

Ab hier sind einige Seiten verblasst, so dass man den Notizen nur noch wenig entnehmen kann.

Der Laborkomplex wächst weiter, genau wie die Größe unseres Forschungsteams. Durch viele unserer Entdeckungen, wie die Synthese und Weiterverarbeitung von Heilpulver oder Kurugasäure, sind unsere Laboratorien berühmt geworden und inzwischen gehören immer mehr unserer Rezepte zur Standardausrüstung der Magier unseres Landes. Seit der Gründung haben wir auch weitere Wohltäter gefunden, so dass wir nicht mehr nur vom Bündnis des Lichts abhängig sind. Dies wären alles Gründe zur Freude, doch mein Freund Milenius, dem dies alles zu verdanken ist, scheint in letzter Zeit abwesend zu sein und sich durch die Arbeit, die ihn vorher komplett ausgefüllt hatte, zu langweilen. Vielleicht werden die neuen Erkenntnisse über die magischen Flüsse, die der Magietheoretiker Crex uns heute zukommen ließ, ihn wieder aus seinem Trott reißen.

Heute geschah ein großes Unglück. Bei dem Versuch ein gewöhnliches Elixier des Feuers mit dem kürzlich entwickelten Kuraggift zu verstärken, kam es zu einer unvorhergesehenen Reaktion dieser Stoffe, wodurch ein kompletter Laborraum zerstört wurde. Bei der Explosion verloren mehrere Forscher ihr Leben, einige wenige überlebten stark verletzt den Vorfall. Als Milenius von diesem Unglück erfuhr, wurde er gleich sehr besorgt um seine Untergebenen, die er seit jeher so hütete, als wären sie seine Kinder und er lies sogleich alle nötigen Vorbereitungen für eine angemessene Bestattung treffen.

Der Unfall vor wenigen Tagen scheint Milenius Forschergeist wiedererweckt zu haben. Wie zu seinen produktivsten Zeiten grübelt er nun den ganzen Tag über verschiedenen Dingen und vergisst dabei, wie es scheint, die gesamte Außenwelt. Er merkt noch nicht einmal, wann der Tag anfängt und wieder aufhört und ohne mich als Aufpasser würde er wohl solange an seinen Forschungen überlegen, bis er vor Erschöpfung zusammen brechen würde. Interessanterweise will er mir aber nicht verraten, woran er arbeitet und aus seinem Verhalten kann ich nur schließen, dass es derzeit noch etwas höchst theoretisches sein muss.

Milenius legte heute ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Ein bekannter Jäger, Edaros, traf sich heute mit ihm und sie besprachen heimlich irgendwelche Angelegenheiten. Wieder wollte Milenius mich nicht einweihen.

Edaros brachte heute in Käfige eingesperrte Goblins zu Milenius. Da er seine Pläne nun anscheinend nicht mehr komplett vor uns allen geheim halten konnte, hat er uns wenigstens eröffnet, dass er für sein neuestes Forschungsprojekt lebendige Versuchsobjekte braucht und deswegen den Jäger in seine Dienste gestellt hat. Bisher hat Milenius es tunlichst vermieden unsere Experimente an Lebewesen durchzuführen. Was ist nur in ihn gefahren?

Verschiedene Forscher berichten seit einiger Zeit von einem gespenstischen Wimmern, das nachts von den Forschungsräumen zu hören sei. Milenius scheinen diese Gerüchte aber nicht zu kümmern. Seitdem er seine, von uns so genannten „Versuchsgoblins“ hat, ist er den ganzen Tag alleine in seinem Privatlabor eingeschlossen und treibt anscheinend seine Forschungen voran. Vor Sorge um ihn und was hier passiert, habe ich in letzter Zeit mehrere schlaflose Nächte verbracht.

Ein Gesandter vom Rat des Lichts hat uns heute überraschenderweise aufgesucht und uns mitgeteilt, dass Wanderer einige entstellte Goblins, in der Gegend in der auch unser Labor liegt, gesichtet haben und dass sie diese Angelegenheit demnächst näher untersuchen wollen. Als ich hörte, dass es sich ausgerechnet um Goblins handelte, die in diesem Teil des Landes nicht weit verbreitet sind, wusste ich sofort was ich tun musste. Am Nachmittag suchte ich Milenius auf und forderte seine Antwort ein. Nervös versuchte er sich zunächst aus der Angelegenheit rauszureden, doch schließlich gestand er, dass diese Goblin durch seine Versuche so entstellt worden waren und später einige durch seine Unachtsamkeit entkommen waren. Er versprach mir die ganze Angelegenheit, später am Abend, vor der gesamten Forschergemeinschaft klarzustellen.
Während des Abendessens, bei dem sich immer alle Mitglieder der Forschungseinrichtung im großen Speisesaal versammeln, erfüllte Milenius das Versprechen, dass er mir zuvor gab. Zunächst sprach er über den Gesandten, der heute erschienen war und erzählte von den Goblins, die ihm entkommen waren. Schließlich enthüllte er auch sein geheimes Forschungsziel: Der Unfall vor einiger Zeit hatte in ihm die Frage aufgeworfen, wie das Leben funktioniert und ob man die Kraft, die es ausmacht, kontrollieren könnte. Diese Kraft nannte er „den Funken des Lebens“ und erklärte die Möglichkeiten, die durch seine Erforschung denkbar wäre: neue Heilmethoden, ja sogar ewiges Leben versprach er sich von seinem Projekt. Zum Ende seines Vortrags entschuldigte er sich bei allen Anwesenden für seine Geheimniskrämerei und versicherte ihnen, dass er es verstehen würde, wenn die Methoden, die er für diese Forschungen nun anwendete, einigen zu extrem erschienen und sie deshalb seine Obhut verlassen wollten.
Alle hatten seinen Worten bis dahin gespannt gelauscht und nachdem Milenius seinen Vortrag beendet hatte, brach nach einigen Sekunden Stille große Unruhe im Saal aus, als die Forscher anfingen über dieses heikle Thema zu diskutieren. Zu Milenius Überraschung unterstützten sie dessen Vorhaben und fast niemand schien daran gedacht zu haben den Saal zu verlassen. Ich vermute dies lag daran, dass Milenius allen Forschern gegenüber immer freundlich und respektvoll gegenüber getreten war und sich so jeder in Milenius Gegenwart wohl gefühlt hatte. Zu Tränen gerührt von diesem Treuebeweis, ließ Milenius einen guten Guljakwein verteilen und wir feierten den neuen Zweig der Forschung, den wir einschlagen würden, recht kräftig.

Wieder ließ Milenius den Jäger Edaros zu uns kommen. Diesmal durfte ich aber an der Besprechung teilnehmen. Er wollte, dass Edaros die entkommenen Goblins wieder einfing, damit das Bündnis des Lichts und auch der Rest der Welt nichts von den Versuchen erfuhr, die Milenius bereits im Geheimen durchgeführt hatte. Nachdem Edaros seine Instruktionen bekommen hatte und uns wieder verließ, um sich vorzubereiten, betraute mir Milenius die Organisation der neuen Forschungen an. Geheimhaltung der Forschungen habe laut Milenius höchste Priorität und deswegen sollte ich ein fähiges Forschungsteam zusammenstellen, dem er voll und ganz vertrauen könne. Mit dieser Aufgabe schickte er mich los und ich machte mich sofort an die Arbeit. Ich hatte recht schnell eine Vorstellung, wer alles in das Forschungsteam gehören würde.

Das spezielle Forschungsteam für Milenius hat heute seine Arbeit aufgenommen und alle anderen Forscher wurden gebeten ihr Wissen, das sie bisher erworben hatten geheim zu halten. Edaros brachte heute auch einige Goblins, die er teils lebend gefangen hatte, teils aber auch hatte erlegen müssen, zu uns. Alles läuft bisher nach Plan.

Bald wird die Forschungsphase an den Goblins wohl vorbei sein, verriet mir Milenius heute. Er ist sehr zufrieden mit seinem Forschungstrupp und er hat vor dieses auch für spätere Projekte zu verwenden. Auch unser normales Forschungsteam hat Erfolge erzielt. Es konnte ein so genannter Blitzwürfel und kurze Zeit später der auf ihm basierende Paralysewürfel entwickelt werden. Edaros war inzwischen leider nicht mehr so erfolgreich wie wir. Er konnte immer noch nicht alle Goblins einfangen und somit besteht immer noch eine große Gefahr für uns.

Der Rat des Lichts ließ uns mitteilen, dass Milenius nach Elteran reisen soll, um sich dort mit einigen Ratsmitgliedern zu treffen, da diese Fragen an ihn haben. Bis Milenius zurückkehrt müssen die geheimen Forschungen wohl eingestellt werden.

In Milenius Abwesenheit konnte heute der von uns entwickelte Kettenzauber nach langen Bemühungen verbessert werden. Dies ist ein großer Erfolg für uns, der, sobald Milenius zurückgekehrt ist, sicherlich gefeiert werden kann.

Heute kehrte Milenius endlich wieder zurück. Leider brachte er schlechte Nachrichten mit sich. Die Goblins, die Edaros nicht einfangen konnte, hatten ein kleines Dorf in der Umgebung der Berge angegriffen und einige Dorfbewohner getötet und deren Leichen, ähnlich ihren eigenen Wunden, entstellt. Der Rat des Lichts konnte diese Goblins fangen und hatte schließlich ihre Verbindung mit unserer Forschungseinrichtung nachgewiesen.
In Elteran wurde Milenius gezwungen seine Forschungen preiszugeben und wäre beinahe nicht mehr zu uns zurückgekehrt. Nun haben wir die Unterstützung der Anhänger des Lichts verloren. Als wäre dies alles nicht schon schlimm genug, hat der Rat des Lichts seinen Einfluss spielen lassen und dafür gesorgt, dass auch alle anderen Unterstützer unserer Anlage uns nicht mehr helfen, so dass wir nun vor einem großen finanziellen Problem stehen, da unsere Forschungen sehr kostspielig sind und nicht einfach von unseren wenigen regulären Einnahmen finanziert werden können. Milenius scheint am Boden zerstört zu sein, da er befürchtet, dass an dieser ausweglosen Situation unsere Einrichtung zu Grunde geht. Ich bin ebenfalls sehr um die aktuelle Situation besorgt.

Ohne ein Wunder werden die Laboratorien, in ihrem derzeitigen Zustand, wohl nicht weiter bestehen können. Milenius ist sichtlich frustriert über diese Entwicklung und kann seine Gefühle kaum mehr im Zaum halten. Die Forschungen gehen derzeit schlecht bis gar nicht voran, da sich Unruhe unter den Forschern breit gemacht hat, was die Lage nicht gerade verbessert.

Unser erhofftes Wunder ist eingetreten! Mehr oder weniger... Das Bündnis der Dunkelheit hat sich nun gemeldet und uns die benötigte finanzielle Unterstützung angeboten. Milenius hat dankend angenommen, doch leider will die Leitung des Bündnisses genaue Berichte über alle Forschungsvorgänge haben und auch in den nächsten Forschungsschritten mitreden. Außerdem hat sie großes Interesse an unserem vorher geheimen Projekt gezeigt, dass anscheinend inzwischen auch in der breiten Bevölkerung bekannt geworden ist. Diese Einmischung könnte demnächst zu einem Problem werden, doch derzeit sind alle froh, dass diese Misere endlich beendet ist.

Das Bündnis der Dunkelheit hat uns heute untote Bestien, gemeinhin bekannt als „Ghule“ zukommen lassen, damit wir weitere Forschungen an diesen betreiben können. Als Untote sollten sie interessante Ergebnisse in Bezug auf den Funken des Lebens bringen.

Heute konnte aus der uns schon längere Zeit bekannten Kurugasäure das erste Mal ein verwendbarer Unsichtbarkeitstrank erstellt werden. Um diesen und andere Erfolge endlich zu feiern, gab es abends seit längerer Zeit wieder eine ausgelassene Feier, doch sehr spät am Abend gab es einen Vorfall: Einem der Ghule hatten wir zuvor im Rahmen eines Experimentes ein Gemisch verabreicht, durch welches dieser Ghul nun sogar noch aggressiver als vorher geworden zu sein schien. Mit seinen neu gewonnenen Kräften hatte es dieser geschafft aus seinem Käfig zu entkommen. Diesem Ghul wollten wir nun aus Sicherheitsgründen loswerden und als wir ihn schließlich in die Enge treiben konnten, versuchten wir ihn mit Elixieren des Feuers zu töten. Doch anstatt von den Flammen zu Asche verbrannt zu werden, absorbierte er sie und gewann noch weitere Kräfte hinzu! Dies war die Geburtsstunde des „Flammenghuls“ wie wir ihn später nannten. Aus Angst ihn noch stärker zu machen versuchten wir keine weiteren Elixiere sondern scheuchten ihn unter großen Mühen zurück zu den anderen Ghulen und konnten so wieder für Ruhe sorgen. Beruhigt konnten die meisten diese Nacht wieder schlafen, nachdem die Käfige der Ghule verstärkt worden waren.

Nach dem gestrigen Vorfall am Abend mussten wir heute feststellen, dass sich die magischen Flammen des Flammenghuls auch auf die anderen Ghule ausgebreitet haben. Milenius hat mir heute mitgeteilt, dass er denkt, dass die Erforschung von Untoten uns nicht weiter bringen wird und er deshalb einen neuen Weg einschlagen will. Da er denkt, dass die Anhänger der Dunkelheit dies nicht gutheißen werden, will er Forschungsberichte für sie fälschen um weiter ihre volle Unterstützung zu behalten. Lange werden sie aber nicht darauf reinfallen...

Wieder kam Edaros zu uns, um nach einer kurzen Besprechung mit Milenius wieder los zu ziehen, um neue Versuchsobjekte für uns zu fangen. Schon nach kurzer Zeit kam er zurück und brachte einen rhindorischen Wasserschemen und einen Wirbelwind aus den Spiegelhallen in getrennten magischen Fallen mit. Sogleich begann Milenius mit den nächsten Forschungen.

Einige Zeit ist nun ereignislos verstrichen, doch bald will Milenius mit dem nächsten Stadium seiner Forschungen anfangen.

Stolz präsentierte Milenius mir heute eine neue Kreatur, die er aus den zuvor gefangenen Monstern erschaffen hatte. Der Wasserschemen und der Wirbelwind wurden von Milenius bisher unzertrennlich verbunden und ein neues Wesen, das er „Strudelgeist“ nennt, wurde geboren. Diese Verbindung zweier magischer Wesen scheint Milenius sehr weit in seinen Forschungen gebracht zu haben. Nachdem das neue Wesen sicher bei den anderen Versuchsmonstern verstaut wurde, lies Milenius wieder Edaros herbestellen und gab ihm gleich einen neuen Auftrag: Er sollte einen Steingolem fangen, damit die Forschungen abgeschlossen werden können.
Nachdem Edaros aufgebrochen war, bekamen wir eine Nachricht vom Bündnis der Dunkelheit. Sie hatten Milenius Schwindel aufgedeckt und drohten ihm nun mit einigen gewalttätigen Machenschaften, falls er nicht wieder zu seinem vorgegebenen Forschungsweg zurückkehren würde. Voller Angst um die Forscher, die ihm so sehr geholfen hatten, beschloss er sie alle aus der Einrichtung zu vertreiben, um ihre Sicherheit gewährleisten zu können. Ich konnte ihn glücklicherweise überzeugen nicht auch noch mich weg zu schicken, sodass ich diese wichtigen Berichte weiter schreiben kann.
Später kam Edaros mit dem bestellten Steingolem wieder, doch ohne mehrere Hilfskräfte konnten die letzten Versuche nicht beginnen. Also bekam Edaros einen weiteren Auftrag: er sollte einige Orks bis zum Abend auftreiben. Dies tat er auch, während Milenius sein Vorhaben in die Tat umsetzte: In einem verblüffend echt wirkenden Wutanfall vertrieb er alle anderen Forscher aus den Anlagen, auch wenn diese sich teilweise sehr dagegen wehrten. Mit einem sichtlich schlechten Gefühl begaben wir uns schließlich zu Bett, um uns auf den nächsten, wichtigen Tag vorzubereiten.

Schon lange bevor ich aufgestanden war, war Milenius bereits auf den Beinen. Er war sichtlich aufgeregt und hatte wohl wenig geschlafen. Während ich noch fest schlief, hatte er aber bereits einen Trank gebraut, um die Orks, die Edaros am Tag zuvor gebracht hatte, zu willigen Gehilfen zu machen. Mit dieser neuen Unterstützung machten wir uns sogleich an unser nächstes Vorhaben: Den Funken des Lebens aus einem Golem zu extrahieren. Dies sollte einfacher sein als es an einem normalen Lebewesen zu probieren, da Golems von Göttern zum Leben erweckte Wesen sind und so als „künstliche Lebewesen“ bezeichnet werden können.
Nach einigen Fehlversuchen klappte dieses Vorhaben auch, doch der extrahierte Lebensfunke wandelte sich sofort in ein neues Lebewesen um: in ein geisterähnliches Geschöpf, das wir „Phantom“ nannten. Dieses interessante Geschöpf versuchte sogleich weitere Lebensfunken aus Lebewesen zu gewinnen und tötete somit einige unserer „Labororks“, wodurch es weitere Phantome erschuf. Um uns selber zu schützen bannten wir einige der Phantome in Seelensteine, während wir andere sicher verwahrten. Während unserer Bemühungen an den Phantomen war aber etwas Erstaunliches an einem der anderen Versuchsobjekte geschehen: Der Strudelgeist hatte sich geteilt! Daran konnten wir sehen, dass wir an den erschaffenen Lebensformen selber noch vieles zu forschen hatten. Doch bevor wir unseren Erfolg weiter bewundern und mehr Pläne schmieden konnten, hörten wir, wie aus einem der anderen Laborräumen einen lauten Knall, ähnlich einer Explosion.
Ich wollte gerade nach dem Rechten sehen, da sprach Milenius einen Zauberspruch und im nächsten Moment befand ich mich in Elteran. Er hatte mich wohl mit einem Zauber, aus Angst um mich, hergeschickt, da er, wie ich denke, befürchtete, dass die Anhänger der Dunkelheit ihre Drohungen wahr gemacht hätten. Als ich meine Situation begriffen hatte, packte mich eine starke Wut auf Milenius törichten Einfall, doch zu meinem Leidwesen konnte ich nicht schnell genug zu den Laboratorien zurückkehren, so dass ich Milenius seinem Schicksal überlassen musste. Nach kurzer Zeit bekam ich aber eine Nachricht durch einen Habicht, in der stand: „Mir geht es gut, suche nicht nach mir.“ Ich nahm an, dass sie von Milenius stammte und befolgte die Anweisungen meines Freundes.

Jetzt, nachdem ich mich wieder in Elteran eingelebt habe, scheint mir die Zeit in unserem Forschungsinstitut so fern und wenn ich an all das Geschehene denke, fühle ich eine tiefe Trauer. Es ist keine Trauer um die gute, aber jetzt wohl verlorene Forschungsausrüstung, oder um die tollen Zeiten, die ich hatte. Es ist auch keine Trauer um meinen besten Freund, den ich wohl nie wieder sehen werde, sondern eher eine tiefe Traurigkeit um das Bild, das von Milenius bei der Bevölkerung zurück geblieben ist. Der Vorfall mit den entflohenen Goblins, der in einigen toten und entstellten Menschen endete, beschwor das Bild eines rücksichtslosen und bösen Mannes, sogar bei Personen, die ihn zuvor kannten, herauf. Durch Gerüchte wurden seine angeblichen Taten immer schlimmer und als bekannt wurde, dass er seine ehemaligen Kollegen ohne sichtlichen Grund in wildem Toben vertrieben hatte, war Milenius als verrücktes Monster in menschlicher Form komplett. Aufgrund seines schlechten Rufes in der Bevölkerung wurde sein Verschwinden, das bald bekannt wurde, auch nicht als echter Verlust empfunden. Was mit ihm weiter geschah weiß niemand und will dies derzeit genauer wissen, da vermutet wird, dass er von seinen eigenen Schöpfungen getötet wurde, da diese anscheinend ein neues Heim in den Laboratorien gefunden haben. Deswegen hoffe ich, dass eines Tages die Wahrheit um Milenius aufgedeckt und allgemein bekannt wird.

In Andenken an Milenius



geschrieben von: Kiriru
Kampfgebiet: Yenja-HeiligtumKampfgebiet: Yenja-Heiligtum

Das Heiligtum der Yenja befindet sich mitten im Kloster des Yenja-Ordens, einer Gruppe von kampferprobten, jedoch grundsätzlich friedlichen Mönchen. Der Zutritt zum Kloster ist generell auch Fremden erlaubt, die jedoch niemals aus den Augen gelassen werden. Der Zutritt zum Heiligtum innerhalb des Klosters ist jedoch nur Mitgliedern des Yenja-Ordens erlaubt. Alle anderen, die dem Heiligtum zu nahe kommen, müssen damit rechnen aufgehalten zu werden - notfalls mit Gewalt.

Zauber: Irrlicht beschwörenIrrlicht beschwören

Der Magier beschwört ein kleines Irrlicht, das ihm folgt und in der Lage ist einfache Befehle auszuführen. Das Irrlicht hilft unter anderem bei der Suche nach Kräutern und kann dort Pflanzen, aber auch andere kleine Gegenstände, finden.

Gegenstand: Smaragdstab

Ein bunter Stab aus verschiedenen Edelsteinen, der von einigen Stücken Tigerkoralle zusammengehalten wird. Durch einen magischen Prozess wurde die Kraft eines Smaragds auf einen Edelsteinstab übertragen. Der Edelsteinstab leuchtet seit diesem Vorgang grün.
Schaden: 17-23
Boni: +3 Konstitution
erforderliche Stufe: 29